TREIBGUT: 20.000€ oder die Veränderung des Ganzen

Seit längerer Zeit schwirrt da ein Gedanke in meinem Kopf: DIE VERÄNDERUNG DES GANZEN. Es handelt sich hierbei um eine Miniserie über eine linke WG, die Tag für Tag den sozialen Umsturz zwecks Utopie-Realisierung plant, sich dabei jedoch permanent verzettelt, verheddert, sich hedonistisch zerstreut.

Im vergangenen Herbst gab es eine Ausschreibung vom NDR & WDR.
20.000€ für junge Filmemacher*innen, um eine Serie zu schreiben. Die Gelegenheit schien perfekt.

Geklappt hat es leider trotzdem nicht.

Die Ausschreibung gab mir jedoch zu denken, financial-wise.
20.000€ entsprächen einer Möglichkeit zur Selbstverwirklichung, zum Beispiel:

10,582 McDonald’s Cheeseburger © (Stand: 12.01.2022)
1/8 eines menschlichen Leber-Transplantats auf dem Schwarzmarkt
1333 mal den Eintritt ins Berghain
die Produktionskosten für Jim Jarmuschs PERMANENT VACATION (1980) + 8000€ für Catering
2kg Marihuana/Gras/Bob Hope/Weed (ohne Mengenrabatt); knapp 60.000 Jazz-Zigaretten also
232 Tage in Harvard studieren (Bachelor)
Tageslohn des Deutsche-Bank-Chefs Christian Sewing (inkl. Bonus), 2018
5012 Flaschen Rotkäppchen Sekt
129 Apple-Aktien (Stand: 12.01.2022)
388,7269g Gold (Stand: 12.01.2022)
die Kosten um 266 Kurzfilme bei den Berlinale Shorts einzureichen
die Lebensunterhaltungskosten, um vielleicht wirklich etwas spannendes zu Papier bringen

Trotz der persistenten Statik des Gesamten: danke an Gabriel, Nicolas, Francesca, Ludwig, Ileana, Bertolt & Lotta < 3

LG,
LG (Leo Geisler)